FKP tritt auf der Stelle
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- Erstellt am Samstag, 22. Oktober 2011 10:07

Von PZ-Redakteur Götz Krämer. Der FKP kommt in der Oberliga-Tabelle einfach nicht vom Fleck. Gestern Abend reichte es im Heimspiel gegen die SV Elversberg II nur zu einem 1:1 (0:1)-Unentschieden. Vor allem in der zweiten Halbzeit setzte die Mannschaft von Trainer Michael Dusek die oft mit elf Mann verteidigenden Saarländer unter Druck, aber mehr als der Ausgleich von Piero Adragna direkt nach Wiederbeginn gelang nicht. Damit ist „die Klub” mit 17 Punkten auf Tabellenplatz sieben, kann aber heute schon wieder verdrängt werden.
Der FKP-Trainer wollte so gerne mal wieder im Sportpark einen Sieg bejubeln, weshalb er mit Co-Trainer Peter Tretter und den Ersatzspielern auf der sonstigen Gästebank Platz nahm. „Dort haben in den letzten Spielen immer die Trainer gejubelt”, sagte Dusek, der als Trainer des SC Idar-Oberstein in dieser Coachingzone auch Erfolge in Pirmasens gefeiert hat. Aberglaube war aber nicht der wahre Grund dieser Maßnahme, vielmehr die Tatsache, dass der FKP-Trainer sich so der ständigen Beobachtung des Linienrichters entziehen wollte. Statt des erhofften eigenen Führungstreffers musste der FKP nach 39 Minuten wieder einem Rückstand hinterher laufen, den sich die Mannschaft selbst eingebrockt hat.
Torwart Raphael Marhöfer und Kapitän Markus Lechner wollten an der Strafraumgrenze gegen den Ex-FKPler Marc Scherschel klären, schienen sich aber gegenseitig zu behindern. Scherschel legte sich den Ball plötzlich quer und Lechner wehrte im Stil eines Torwarts mit der Hand ab. Schiedsrichter Alexander Rausch entschied auf Elfmeter, zeigte Markus Lechner aber „nur” die gelbe Karte. Den Strafstoß verwandelte Scherschel selbst gegen Marhöfer, der beinahe den platzierten Schuss noch abgewehrt hätte. Der FKP-Torwart beklagt vor dem Elfmeter eine Fehlentscheidung. „Ich hatte den Ball in den Händen und Marc Scherschel tritt ihn mir aus den Händen”, sah er sich gefoult. Scherschel hingegen sprach davon, dass Lechner seinem Torwart den Ball aus den Händen getreten hat.
Nach 26 Minuten lag der Ball erstmals im FKP-Tor. Fabio Di hatte für die konterstarken Gäste eine Flanke von links über die Linie gedrückt, doch der Linienrichter sah eine Abseitsposition. Glück für den FKP, denn klar im Abseits stand der Elversberger nicht. Wenn schon nicht zu Spielbeginn, klappte es wenigstens zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem frühen FKP-Tor. Erst reklamierten die FKP-Spieler in der 47. Minute ein Handspiel von Julian Weiersbach im Strafraum. Sekunden später landete ein Freistoß von Thomas Riedl bei Piero Adragna, der den Ball zum 1:1 ins Tor schlenzte. In der Folge erarbeitete sich der FKP wieder viele Fleißpunkte, aber keinen Torerfolg. Am nächsten dran war der FKP in der 74. Minute nach einem tollen Solo von Jens Mayer, dessen Pass die Elversberger Abwehrspieler in höchster Not abfingen. „Da müsste man ja fünf Euro kriegen”, rief ein Zuschauer Mitte der ersten Halbzeit verärgert.
Der verbilligte Eintrittspreis von nur einem Euro stimmte die Pirmasenser Fußballfans angesichts der dürftigen FKP-Vorstellung in dieser Phase nicht zufrieden. Von der Leistung eine Woche zuvor gegen Röchling Völklingen war in der ersten Halbzeit wenig zu sehen. Auf dem Weg in die Kabine musste sich FKP-Trainer Michael Dusek einige wütende Protestrufe von enttäuschten Anhängern anhören. „Solche Rufe tun weh”, sagte Dusek, „wir arbeiten hier intensiv und gut”, hat er kein Verständnis für beleidigende Äußerungen, die nicht weiterhelfen. Statt aufzubauen, würden so Spieler und Trainer in der Konzentration gestört. Gegen die meist mit elf Spielern in der eigenen Hälfte stehenden „Spielverhinderer” aus Elversberg fiel dem FK Pirmasens meist wenig ein oder die Zuspiele landeten direkt in den Füßen der Gegenspieler oder wurden bei der Annahme verloren.
Immer wenn es der FKP mit hohen Bällen versuchte, waren die großgewachsenen Elversberger Abwehrspieler im Vorteil. Seine Schnelligkeit konnte der erstmals von Beginn an eingesetzte Jascha Conzelmann zwar nicht gewinnbringend einsetzen. Er hatte aber einige gute Szenen, setzte sich gleich gegen mehrere Elversberger durch, aber mit den Zuspielen und dem Abschluss haperte es noch.
spieler des spiels
Sebastian Reinert: Obwohl er angeschlagen war und die ganze Woche nicht trainiert hat, die ordende Hand im FKP-Spiel.
stimmen zum spiel
FKP-Trainer Michael Dusek: Wir haben wieder ein blödes Gegentor gekriegt und haben vorne nicht den Spieler, der gegen so eine kompakte Abwehr eine der drei, vier Torchancen macht. In der zweiten Halbzeit sind wird als Mannschaft aufgetreten, haben Fußball gespielt und Druck gemacht, ich bin mit keinem meiner Spieler unzufrieden. Jascha Conzelmann hat gute Ansätze gezeigt, hat aber noch einige Anpassungsprobleme.
FKP-Spieler Jascha Conzelmann, der erstmals 90 Minuten in der Oberliga spielte: Das war gut und hat Spaß gemacht. Ein Sieg wäre verdient gewesen. Das Team hat 90 Minuten geackert. Großen Respekt vor den Gegnern hatte ich nicht.
FKP-Kapitän Markus Lechner: Wir wollten heute eine Serie starten und haben wieder nur einen Punkt. Unsere zweite Halbzeit war okay, die erste geht an Elversberg.
| Der Spielbericht | ||
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1:1 | ![]() |
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12. Spieltag |
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| Aufstellungen | |
| FK Pirmasens |
SV Elversberg II |
| Marhöfer Riedl Lechner Baum Ernst Reinert Nagel Conzelmann Adragna Henn Novic |
Kuhn Weiersbach Fernandes Müller Schäfer Di Portz Kozarac Weber Czepluch Scherschel |
| Trainer | |
| Dusek | Eiden |
| Wechsel | |
| 63. Mayer für Riedl 77. Weller für Henn |
69. Adiguzel für Czepluch 85. Momper für Schäfer 89. Hochhaus für Di |
| Tore | |
| 1:1 Adragna (48.) | 0:1 Scherschel (39. HE) |
| Sonstiges | |
| Zuschauer: 820 Schiedsrichter: Rausch (Konz) |
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